Rücken- und Gelenkschmerzen – Was ist zu beachten?

Starke Verspannungen und Schmerzen des Rückens oder der Gelenke werden oft mit unterschiedlichen chiropraktischen oder manuelltherapeutischen Methoden behandelt. Der Behandlungserfolg ist manchmal nicht von langer Dauer. Ganzheitlich behandeln im Sinne der Naturheilkunde bedeutet nicht nur die Wirbelsäule oder Gelenke zu therapieren, sondern auch an innere Organe und an Stoffwechselstörungen zu denken.

Beispiel hierfür sind die Nieren, eines der wichtigsten Ausscheidungsorgane, die oft einer Therapie bedürfen. Verkrampft sich die Rückenmuskulatur und presst die Wirbelsäule zusammen, dann ist das in vielen Fällen eine reflektorische Reaktion auf eine Nierenfunktionsstörung. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass bei eingeschränkter Nierenfunktion immer mehr harnpflichtige Substanzen im Körper verbleiben und sich an Gelenken – auch an der Wirbelsäule – anlagern und ihrerseits zu Beschwerden führen. Viele entzündliche Gelenksbeeinträchtigungen haben hier ihre Ursache.

Weiterhin zu beachten ist, dass manche Beschwerden im Bereich des Rückens auf eine Erkrankung oder Funktionsstörung der Galle oder der Leber hinweisen.

Selbst eine Magenerkrankung kann sich an der Wirbelsäule schmerzhaft bemerkbar machen. Bei Tiefsitzenden Rückenschmerzen müssen die Beckenorgane oft mit behandelt werden. Umgekehrt beeinflussen Störungen und Veränderungen an der Wirbelsäule auch die inneren Organe.

Wir wissen aber auch, dass Rücken- und Gelenkbeschwerden nicht nur von der Wirbelsäule und den inneren Organen ausgelöst werden, sondern ganz erheblich auch durch psychische Einflüsse, wie Überforderungen oder Stresszustände. Alte Weisheiten wie „ein Kreuz zu tragen haben“ und „die Last auf den Schultern“ sind mehr denn je berechtigt.

Deshalb muss eine Behandlung immer auch diese Aspekte der Erkrankung mit einbeziehen.