Blähungen – lästig aber behandelbar
Gasansammlungen in den Verdauungsorganen sind in vielen Fällen einfach nur verschluckte Luft. Dazu kommt es in der Regel durch viel zu hastiges Essen. Beim nachfolgenden Versuch diese Luft mittels aufstoßen wieder loszuwerden, wird oft die gleiche Menge Luft wieder verschluckt. Besonders betroffen sind unruhige und nervöse Menschen. Abhilfe schafft hier vor allem Zeit nehmen beim Essen und bewusstes kauen. Verdauung beginnt im Mund und was hier nicht gründlich vorbereitet wird, kann im Magen-Darm-Trakt auch nicht entsprechend weiter verarbeitet werden.
In anderen Fällen liegen Störungen von Leber, Bauchspeicheldrüse oder auch des Darmes vor. Hinweise darauf gibt u. a. eine Irisdiagnose in der Naturheilpraxis. Diese Organe müssen dann genau untersucht werden, um die Behandlung entsprechend durchzuführen. Eine sehr wichtige diagnostische Methode ist die Untersuchung des Stuhls des Patienten in einem dafür eingerichteten Labor. Dabei wird die Darmflora mengenmäßig untersucht, also die Besiedlung des Darmes mit natürlich vorkommenden oder krankmachenden Keimen. Weiterhin können über einige Parameter Entzündungen im Darm, Unverträglichkeiten und Funktionsstörungen von Bauchspeicheldrüse und Leber bestimmt werden. Letztere werden zusätzlich über eine Blutuntersuchung abgeklärt.
Ergeben sich aus dieser Diagnostik harmlose Ursachen, reichen oft pflanzliche Mittel um die Beschwerden abklingen zu lassen. Dazu gehören Kümmel, Kreuzkümmel, Curcuma, aber auch Dill, und Majoran. Diese Pflanzen sind gut zum Würzen und zum bekömmlich machen von Speisen geeignet. Bewährte Heilpflanzen als Hausmittel, die ebenfalls das Beschwerdebild lindern sind u. a. Melisse, Löwenzahn, Artischocke, Fenchel, Schafgarbe und Wermut. Hier empfiehlt es sich höher dosierte Präparate (auch in Kombination) aus Apotheke oder Reformhaus zu benutzen.
Bei Befunden die auf eine ernsthafte Störung der Verdauungsorgane hinweisen ist es erforderlich gezielte Behandlungsverfahren, wie eine Darmsanierung mit biologischen Mitteln oder eine Lebertherapie, durchzuführen. Hilfreich haben sich dabei kurze Fastenzeiten oder eine vorherige Darmreinigung erwiesen. Zu Beginn der Therapie sollten Lebensmittel, welche die Beschwerden auslösen, kurzzeitig weggelassen und die Menge der Nahrung reduziert werden.