Akupunktur
![]() |
Eine chinesische Sage berichtet, dass die Entdeckung der Akupunktur einem Zufall zu verdanken ist: Ein Soldat wurde von einem Pfeil leicht verletzt und stellte später verblüfft fest, dass nicht nur seine Wunde heilte, sondern auch eine andere Erkrankung, unter der er vorher leiden musste. Die Geschichte der Akupunktur geht weit vor unsere Zeitrechnung zurück. Bei Ausgrabungen wurden Stein- und Knochennadeln gefunden, die darauf schließen lassen, dass die Akupunktur schon im 3. Jahrtausend v. Chr. als Heilmethode galt. Akupunktur ist Teil eines traditionellen chinesischen, ganzheitlichen Konzeptes von Gesundheit und Krankheit und ist eng verbunden mit der Philosophie und Kultur Chinas.
|
In der Akupunktur wird die Existenz von 361 Akupunkturpunkten angenommen, die auf den Leitbahnen angeordnet sind. Demnach gibt es zwölf Hauptleitbahnen, die jeweils auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extraleitbahnen und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Sichtweise der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi, unserer Lebensenergie beeinflusst. Die Akupunkturgehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur. Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, er liegt oder sitzt bequem. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen. Auch nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt liegen oder sitzen bleiben. Eine komplette Therapie umfasst je nach Symptombild zehn bis 15 solcher Sitzungen.
Folgende Indikationen eignen sich u. a. zur Behandlung mit Akupunktur:
Erkrankungen des Atmungssystem
- Störungen im Magen-Darm-Bereich
- Neurologische Störungen
- Augenerkrankungen
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Suchterkrankungen
- Kopfschmerzen
- Rückenschmerzen
- Menstruationsbeschwerden
